Gerichtsurteile

Gerichtsurteil Gehirntumor durch Handynutzung

Innocente Marcolini ist 60 Jahre alt und leidet unter einem Gehirntumor. Laut dem italienischen Gericht in Rom gibt es definitiv einen Zusammenhang zwischen der Handynutzung und dem kanzerösen (nicht bösartig) Tumor von Innocente Marcolini. Durch diesen Tumor ist die ganze linke Gesichtshälfte von Marcolini gelähmt. Bei einem Prozess konnte der Professor und Onkologe Dr. Angelo Gino Levis gemeinsam mit dem Neurochirurgen Dr. Guiseppe Grasso Beweise liefern, dass der Elektrosmog von Handys und Smartphones die Zellen im menschlichen Körper schädigen kann.

 Als Reaktion auf dieses Gerichtsurteil hat die Weltgesundheitsorganisation WHO offiziell verkündet, dass Mobiltelefone ein Karzinogen für Menschen darstellen und dass die Strahlung den Krebs fördern oder ihn sogar erzeugen kann. Infolgedessen nahm die WHO Handys in ihre Class 2B Carcinogen-Liste auf. In der Liste befinden sich krebsverursachende Faktoren, die zur Kategorie >Möglicherweise krebserregend< gehören.

Hier die deutsche Übersetzung des höchstrichterlichen Urteils.


OLG-Urteil: Werbung für Silikonpads als Schutz vor Elektrosmog ist irreführend

Karlsruhe, 05.10.2012 / Wer damit wirbt, dass flache ovale Silikonpads, die man auf den Körper auflegt oder in die Hosentasche steckt, vor Elektrosmog schützen und zur Verbesserung von Speisen und Getränken dienen, handelt irreführend und damit wettbewerbswidrig.

Diese Werbeangaben sind nach einem Urteil des OLG Karlsruhe vom 27.09.2012 irreführend und zur Täuschung über die Wirkung der Silikonpads geeignet. Dabei reiche es auch nicht aus, wenn mit einem Sternchen (*) auf einen Text am Ende der Werbung hingewiesen wird, der dann die Werbung dem Bereich der Alternativmedizin zuordnet und darauf hinweist, dass eine schulmedizinische Bestätigung bisher nicht vorliegt.

Das Urteil entspricht der restriktiven Haltung in Bezug auf alle Produkte, die im empfindlichen Bereich des Heilwesens beworben werden. Dort gilt regelmäßig, dass der Werbende bereits zum Zeitpunkt der Werbung die Richtigkeit seiner Behauptung darlegen und beweisen können muss. Gerade im Bereich des Heilwesens besteht ein besonderes Interesse der öffentlichen Gesundheit, daher sind besonders hohe Anforderung an die Werbung zu stellen. Deshalb reicht es im Zweifel auch nicht aus, die Werbeaussage mit Formulierungen wie etwa „kann“ oder „soll“ zu relativieren. Entscheidend ist, dass zum Zeitpunkt der Werbung die Wirksamkeit des Produktes wissenschaftlich abgesichert ist.

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